So funktioniert rekuperatives Bremsen bei Elektroautos und Hybriden

Moderne Hybrid- und Elektrofahrzeuge sind nicht nur umweltfreundlicher, sie gehen auch grundsätzlich anders mit Energie um. Eine der wichtigsten Technologien, die sie von Fahrzeugen mit herkömmlichem Verbrennungsmotor unterscheidet, ist das rekuperative Bremsen. Wir erklären, wie das System funktioniert, ob es tatsächlich Kraftstoff und Energie spart und worauf Sie bei der Anmietung eines solchen Fahrzeugs achten sollten.

Was ist Rekuperation?

Der Begriff Rekuperation stammt vom lateinischen Wort recuperatio und bedeutet so viel wie „Rückgewinnung“. Dabei wird die Bewegungsenergie des Fahrzeugs beim Verzögern in elektrische Energie umgewandelt. Bei einem gewöhnlichen Auto geht die Bremsenergie als Wärme verloren. Die Bremsbeläge erhitzen sich und die während der Fahrt aufgebaute Energie wird ungenutzt an die Umgebung abgegeben.

Bei Elektroautos und Hybriden funktioniert das anders. Während des Verzögerns arbeitet der Elektromotor als Generator, erzeugt Strom und leitet die gewonnene Energie zurück in die Batterie.

Sobald der Fahrer das Fahrpedal loslässt oder die Bremse betätigt, wechselt der Elektromotor in den Generatorbetrieb. Der Widerstand an den Rädern erzeugt eine Bremswirkung, während die dabei gewonnene Energie in den Akku eingespeist wird. Ein Teil der Energie, der sonst verloren ginge, wird gespeichert und später wieder für den Antrieb genutzt.

Wie Rekuperation das Fahrgefühl verändert

Einer der auffälligsten Unterschiede bei Elektroautos und einigen Hybridfahrzeugen ist das sogenannte One-Pedal-Driving. Bei starker Rekuperation beginnt das Fahrzeug deutlich langsamer zu werden, sobald der Fahrer das Fahrpedal loslässt.

In vielen Verkehrssituationen reicht diese Verzögerung bereits aus, sodass das Bremspedal seltener benötigt wird. Die Geschwindigkeit wird hauptsächlich durch das Drücken und kontrollierte Loslassen des Fahrpedals reguliert. Die herkömmliche Bremse kommt vor allem bei einer vollständigen oder stärkeren Verzögerung zum Einsatz.

An dieses Fahrverhalten muss man sich zunächst etwas gewöhnen. Wer das Fahrpedal gleichmäßig und vorausschauend loslässt, kann die Verzögerung präziser steuern und gleichzeitig mehr Energie in die Batterie zurückführen. Nach einigen Tagen empfinden viele Fahrer das One-Pedal-Driving als ganz selbstverständlich.

Unterschiede zwischen Elektroautos und Hybriden

Elektroautos (BEV)

Bei vollelektrischen Fahrzeugen gehört die Rekuperation zu den wichtigsten Arten der Verzögerung. Ihre Effizienz wirkt sich direkt auf den Energieverbrauch und die Reichweite aus. Je mehr Energie in die Batterie zurückgeführt wird, desto weniger Ladung geht ungenutzt verloren.

Die Bedienung der Rekuperation unterscheidet sich je nach Hersteller:

  • Bei Tesla hängen die Einstellungsmöglichkeiten von Modell und Softwareversion ab.
  • Der Nissan Leaf verfügt über den sogenannten e-Pedal-Modus.
  • Bei vielen Modellen von Hyundai und Kia lässt sich die Rekuperationsstufe über Schaltwippen am Lenkrad einstellen.

Hybridfahrzeuge (HEV)

Bei Hybridfahrzeugen arbeitet die Rekuperation zusammen mit dem Verbrennungsmotor. Die beim Bremsen zurückgewonnene Energie wird in der Batterie gespeichert und anschließend für den elektrischen Antrieb genutzt, zum Beispiel im Stau, beim Einparken oder bei niedrigen Geschwindigkeiten.

Deshalb sind Hybride besonders im Stadtverkehr effizient. Je häufiger das Fahrzeug beschleunigt und verzögert, desto mehr Möglichkeiten gibt es, Energie in die Batterie zurückzuführen.

Plug-in-Hybride (PHEV)

Plug-in-Hybride verbinden die Eigenschaften eines Elektroautos mit denen eines klassischen Hybridfahrzeugs. Sie können eine gewisse Strecke rein elektrisch zurücklegen. Sinkt der Ladezustand der Batterie, übernimmt zusätzlich der Verbrennungsmotor.

Die Rekuperation hilft dabei, den Batteriestand während der Stadtfahrt zu stabilisieren. Auf der Autobahn fällt ihr Beitrag meist geringer aus, weil dort deutlich weniger gebremst und beschleunigt wird.

Wie viel Energie lässt sich zurückgewinnen?

Die Effizienz der Rekuperation hängt von mehreren Faktoren ab:

  • Fahrstil, sanftes und vorausschauendes Verzögern ermöglicht meist eine höhere Energierückgewinnung.
  • Straßenverlauf, auf längeren Gefällestrecken arbeitet die Rekuperation besonders intensiv.
  • Batterietemperatur, ein kalter Akku kann Energie langsamer aufnehmen.
  • Fahrzeuggewicht, ein schwereres Fahrzeug besitzt während der Fahrt mehr kinetische Energie.

Im Stadtverkehr kann die Rekuperation einen spürbaren Teil der beim Beschleunigen eingesetzten Energie zurückgewinnen. Auf längeren Gefällestrecken fällt der Effekt noch stärker aus. Deshalb nutzen Hybrid- und Elektrofahrzeuge ihre Energie bei häufigen Stopps, dichtem Verkehr und wechselndem Höhenprofil effizienter als bei gleichmäßiger Fahrt auf der Autobahn.

Moderne Systeme kombinieren die Rekuperation mit der normalen Bremsanlage. Bei leichtem Druck auf das Bremspedal verzögert das Fahrzeug zunächst über den Elektromotor. Erst wenn eine stärkere Bremsleistung erforderlich ist, wird zusätzlich die hydraulische Bremsanlage aktiviert.

Dadurch werden die Bremsbeläge seltener beansprucht und können länger halten als bei einem Fahrzeug ohne Rekuperation. Trotzdem sollten Zustand und Funktion der Bremsanlage regelmäßig geprüft werden.

Worauf Sie bei der Anmietung eines Elektroautos oder Hybriden achten sollten

Wenn Sie ein Hybrid- oder Elektrofahrzeug mieten möchten, insbesondere für einen längeren Zeitraum, sollten Sie sich vorab informieren, wie die Rekuperation beim gewählten Modell eingestellt ist. Die Verzögerung nach dem Loslassen des Fahrpedals kann sich je nach Fahrzeug deutlich unterscheiden.

Bei manchen Modellen ist der Effekt kaum spürbar. Andere Fahrzeuge bremsen so deutlich ab, dass das Bremspedal im Stadtverkehr fast nur noch für den vollständigen Stillstand benötigt wird. Vor der ersten längeren Fahrt empfiehlt es sich, das Verhalten des Fahrzeugs auf einer ruhigen Straße oder einem leeren Parkplatz auszuprobieren.

Achten Sie außerdem darauf, ob sich die Rekuperationsstärke einstellen lässt. Bei einigen Modellen erfolgt dies über Schaltwippen am Lenkrad oder über das Fahrzeugmenü. Im dichten Stadtverkehr ist eine höhere Stufe oft angenehm, während viele Fahrer auf einer freien Autobahn ein natürlicheres Ausrollen bevorzugen.

Die Anmietung eines Hybridfahrzeugs ist in Miami besonders praktisch. Dichter Stadtverkehr und häufige Stopps bieten gute Bedingungen für die Energierückgewinnung. Das Fahrzeug gewinnt beim Verzögern einen Teil der Energie zurück, verbraucht weniger Kraftstoff und muss seltener betankt werden.

Unser Fuhrpark umfasst Hybridfahrzeuge verschiedener Klassen, von kompakten Modellen bis hin zu geräumigen Limousinen. Weitere Informationen zu verfügbaren Fahrzeugen und Mietbedingungen finden Sie auf unserer Seite zur Miete von Hybridautos in Miami.

Rekuperation bedeutet mehr als nur Energie zu sparen

Rekuperatives Bremsen verändert nicht nur den Energieverbrauch, sondern auch das gesamte Fahrgefühl. Das Fahrzeug reagiert schneller auf das Loslassen des Fahrpedals, die herkömmliche Bremse wird seltener benötigt und ein Teil der Energie fließt zurück in die Batterie.

An diese Art des Fahrens muss man sich kurz gewöhnen, doch die Umstellung dauert meist nur wenige Tage. Danach wirkt das Fahrzeug besonders im Stadtverkehr ruhiger, kontrollierter und besser berechenbar. Für viele Fahrer wird die Rekuperation zu einer der angenehmsten Eigenschaften von Hybrid- und Elektrofahrzeugen.